Bühne frei für den 12. N Klub in Hamburg
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- Kategorie: Aktuelles
- Veröffentlicht am Dienstag, 14. Februar 2012 10:00
- Geschrieben von PReventas Hamburg
Hamburg, Februar 2012 – In der Kantine des traditionsreichen Hamburger Schauspielhauses, trafen sich rund 100 Gäste zum 12. N Klub Hamburg. Wo sonst Masken und gespielte Emotionen das Bild dominieren, sorgten dieses Mal unverhüllte Wahrheiten und ehrliche Meinungen für Diskussionsstoff.
Die Begrüßungsworte wurden wie gewohnt von Lars Meier gesprochen. Zum 40. Jubiläum der Ur-Studie zur nachhaltigen Entwicklung erinnerte der N Klub-Initiator an die „Grenzen des Wachstums“. In der anschließenden Gastgeberrede mahnte Steffen Welzmiller von Greenpeace Energy eG, das Ziel einer nachhaltigen Energieversorgung, auch ein Jahr nach Fukushima, nicht aus den Augen zu verlieren. Er wünscht sich für die Zukunft mehr Einigkeit zwischen den Umweltorganisationen, auf dass sich „die Leitsterne vernetzen“.
Bei dem anschließenden „100 Sekunden“ - Format erhielten vier ausgewählte Sprecher die Möglichkeit aktuelle Themen und Projekte vorzustellen. Dabei erhielten die Gäste interessante Impulse für den weiterführenden Dialog.
Den Anfang der „100 Sekunden“ Gesprächsmodule machte Dr. Friderike Seithel von dem Aktionsbündnis „hamburg mal fair“. Unter dem Motto „Fair ernährt mehr“ setzt sich die Vereinigung für die Stärkung des fairen Handels in der Hansestadt ein. Frau Dr. Seithel veranschaulichte in wenigen Sätzen, warum Fair Trade als wirksame Strategie zur Armuts- und Hungerbekämpfung, notwendiger denn je ist.
Die „Arche Warder“ ist der größte Tierpark Europas für vom Aussterben bedrohte Haus- und Nutztierrassen. Auf 40 Hektar leben 800 Tiere aus bis zu 82 verschiedenen Rassen. Der Direktor der Einrichtung, Dr. Kai Frölich, stellte im zweiten 100 Sekunden Modul die fünf Ebenen vor, die den Erhalt der gefährdeten Tierarten gewährleisten.
Wie kann ich Nachhaltigkeit realisieren? Wie kann ich es mir leisten nachhaltig zu leben? Wie soll ich die Welt retten? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Geschäftsführer der „biike GmbH“ Christian Hemmi, Thomas Pfeiffer und Jens Tathoff in ihren 100 Sekunden. Die neue Ideenschmiede aus Hamburg will mit einem multimedialen Hamburg-Projekt eine „Navigationshilfe für die Verbindung von nachhaltigem Anspruch und alltäglich machbarer Wirklichkeit“ schaffen und so Antworten finden. In besagtem Projekt stellen sich Hamburger Durchschnittsfamilien der Herausforderung, komplett nachhaltig zu leben.
Die größte Überraschung des Abends erwartete die Gäste in den letzten 100 Sekunden des Abends. Der Geschäftsführer des KIKU (Kinderkulturhaus des Kulturzentrums LOLA UG) Thomas Ricken kombinierte, auf bemerkenswerte Art und Weise, Theorie und Praxis der KIKU Grundsätze. In vier Strophen, frei nach Gus Backus, untermalt von selbsterzeugten Ukulele-Klängen, spielte er den Zuhörern ein Lied vom spielerischen Lernen. „Da sprach der alte Traditionsbewahrer: Schlimm ist die Jugend, schwer ist der Beruf-uff!“
Ein Auftritt der mit Sicherheit lange in den Köpfen der Gäste bleiben wird.
Zu den Gästen des 12. N Klubs zählten unter anderem Florian Vogel (Deutschen Schauspielhaus Hamburg), Roman Denter (Koordinierungkreis Attac Deutschland), Tobias Schlegl (Buchautor und Moderator), Benjamin Adrion (Geschäftsführer Viva con Agua), Prof. Dr. Michael Braungart (Gründer und Leiter EPEA Internationale Umweltforschung), Christoph Kreienbaum (Pressesprecher Hamburger Hochbahn AG), Michael Valentin (Fernsehregisseur), Folke Sievers (General Manager Scandic Hamburg Emporio), Thomas Effenberger (Geschäftsführer Effenberger Vollkornbäckerei), Robert Werner, Barbara Bohm (Greenpeace Hamburg) und Martin Bialluch (Pressesprecher DIE LINKE, Fraktion der Hamburgischen Bürgerschaft).
Kurzinfo N Klub
Bereits seit 2009 erhalten Gäste aus verschiedensten Bereichen vier Mal im Jahr die Gelegenheit, beim N Klub Hamburg ihr Wissen und ihre Ideen zum Thema Zukunftsfähigkeit auszutauschen und gemeinsam voranzutreiben. Im Fokus steht dabei nicht der erhobene Zeigefinger, sondern vielmehr die Förderung des Austausches untereinander, insbesondere branchenübergreifend. Es soll nicht angeklagt, sondern aufgerüttelt werden, damit gemeinsam etwas bewegt werden kann!


